Lifestyle

Minimalismus-Lektion über Bedürfnisse und was das Ganze mit Grenzen zu tun hat

Bereits in den letzten beiden Jahren stellte ich fest, dass mich meine Umgebung oft stresst. Also in meinem Zuhause. Ein unangenehmes Gefühl, durch die vielen Dinge, die herumstehen, hauptsächlich verursacht durch Sachen, die ich geschenkt bekam und mir gar nicht gefallen. Irgendwie herrschte eine unruhige Energie, denn nichts passte so richtig zusammen.

Ich hatte die vielen geschenkten Deko-Objekte irgendwie zusammengewürfelt mit den wenigen selbst gekauften. Bisher brachte ich es einfach nicht übers Herz, Deko-Geschenke in eine Schachtel auf den Dachboden zu räumen oder sie gar wegzugeben. Schließlich wollte man mir mit dem Geschenk eine Freude bereiten. So war ich der Meinung, dass man sie auch irgendwo sichtbar im Haus aufstellen sollte. Kommt jene Person dann zu Besuch, würde sie so sehen, dass ich Freude damit habe. Hatte ich aber nicht, also tat ich das Ganze im Prinzip nur für andere.

Vor allem innerhalb des letzten Monats schaffte ich es aber endlich, alles wegzuräumen, was einfach nicht zu mir passte. Vieles davon bekam ich von der Familie meines Ex-Mannes, weshalb mir die Verabschiedung nicht mal ganz so schwer viel. Grundsätzlich schöne Dinge, aber sie entsprachen nicht meinem Stil, den ich um mich haben möchte. Eine beruhigende Umgebung, die einen nicht auch noch aufwühlt. Also weg mit den verspielten, verschnörkelten Sachen. Das bin nicht ich. Die Sachen habe ich gespendet, da es einfach viel zu schade wäre sie wegzuschmeißen.

Nun würde ein eingefleischter Minimalist wohl sagen, dass Deko grundsätzlich wegsoll, da sie eigentlich nicht gebraucht wird. Für mich persönlich spielt der Wohlfühlfaktor in meinem Zuhause jedoch eine sehr große Rolle. Eine harmonische, aufeinander abgestimmte Deko, die eine beruhigende Wirkung auf mich hat, ist mir daher äußerst wichtig und ich könnte darauf nicht verzichten.

Die Vereinfachung von Entscheidungen und Gedankengänge spielt eine große Rolle, wenn man sich dazu entscheidet minimalistisch zu leben. Für mich zumindest, da es mir das Leben ungemein erleichtert. Wie ich bereits in einem Beitrag erwähnte, stresste es mich bisher sehr, in jedem noch so kleinen Lebensbereich ständig diese unzähligen Mini-Entscheidung treffen zu müssen. Meistens begründet durch die vielen unnötigen Dinge die ich besaß. Zuerst musste ich überlegen, wo sich denn das benötigte Teil im Haus befand und dann natürlich noch die Auswahl aus lauter ähnlichen Dingen, die mich meistens belastete. Hat man nur eine Möglichkeit, bleibt einem hier viel erspart.

Manche Sachen der gleichen Kategorie hatte ich zum Beispiel an drei verschiedenen Orten verteilt. Zum Beispiel Kerzen. Abgesehen davon, dass ich zu viele davon besaß, hatte ich einen Platz im Obergeschoß mit ungebrauchten Kerzen und im Erdgeschoß einen für bereits gebrauchte und einen für ungebrauchte. Wenn ich nach einer Kerze suchte, musste ich gedanklich drei Orte durchgehen. Nun gibt es nur mehr einen Platz dafür, wo sich sowohl gebrauchte, als auch ungebrauchte Kerzen befinden.

Im Rahmen meiner Minimalismus-Reise, hab ich nun gelernt, dass vieles mit Grenzen setzen zu tun hat. Seit Jahren predige ich, dass ich keine materiellen Dinge geschenkt bekommen möchte und es wurde großteils einfach nicht respektiert. Trotzdem schaffte ich es nicht eine Grenze zu ziehen und meine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Nämlich die Sachen gleich wegzuräumen um eine geordnete Umgebung um mich zu haben, die mir guttut. Mal sehen, ob ich es auch in Zukunft schaffe diesbezüglich konsequent zu bleiben. 🙂

Alles Liebe

Eure Erika

Bild von Monfocus auf Pixabay

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