Lifestyle

Handicap-Check Amsterdam und Bratislava

Diese beiden Städte besuchte ich dieses Jahr mit zwei Freundinnen, also ohne unsere Männer – hin und wieder muss das nämlich auch mal sein. 😉

Amsterdam war einfach toll. Von all den Städten die ich bislang bereiste, hat mir diese wohl am besten gefallen. Obwohl es doch ziemlich kalt war und wir ziemlich verwundert darüber waren, wie die Leute dort bei knapp über 0°C knöchelfrei unterwegs sein können. Abgesehen von den RadfahrerInnen, vor denen man sich stets in Acht nehmen sollte, da man sonst vielleicht schon mal über den Haufen gefahren wird ;-), herrscht dort eine ganz besondere Gastfreundlichkeit und Aufgeschlossenheit. Wir fühlten uns von Anfang an außerordentlich wohl.

Hotel in Amsterdam inkl. Katzen

Ganz besonders möchte ich unser Hotel hervorheben, welches wirklich ganz bezaubernd war – Das Hotel Clemens, mit den steilsten Stufen die ich je gesehen habe. Definitiv nicht barrierefrei, aber wirklich toll und nicht sehr weit von der Innenstadt entfernt. Da viele Gebäude unter Denkmalschutz stehen, ist der Einbau eines Liftes leider meist nicht möglich. Für wen Stufen steigen gar nicht möglich ist, der ist hier leider gezwungen auf Neubauten auszuweichen, die weiter außerhalb liegen. Die Besitzer haben zwei entzückende Katzen, die meist schlafend in der Nähe der Rezeption anzutreffend sind und die sich über Streicheleinheiten freuen. 🙂

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Amsterdam

Vom Flughafen kommt man ganz leicht mit einem Bus bis ins Zentrum. U-Bahnen gibt es in Amsterdam aufgrund der baulichen Gegebenheiten natürlich nicht. Mit dem sehr gut ausgebauten Straßenbahnnetz kommt man wirklich überall hin. Zudem sind diese barrierefrei und es ist dafür natürlich auch nicht erforderlich einen Lift zu suchen.

Zusätzlich zu den Öffis, gibt es natürlich auch die Sightseeing-Busse, von denen ich so großer Fan bin. In Amsterdam gibt es dazu noch die Möglichkeit, die Stadt zusätzlich noch mit dem Boot zu besichtigen. Man kann ganz unkompliziert zwischen Bus und Boot hin und her wechseln und bekommt so einen großen Teil der Stadt außerhalb des Zentrums zu sehen.

Amsterdams kleines Manko

Ein Manko für uns war die Beschilderung. Es fiel uns des Öfteren nicht gerade leicht uns zurecht zu finden bzw. unsere Ziele zu finden. Die Beschilderung des Hotels war zum Bespiel so klein, dass wir direkt davor standen und es nicht finden konnten. Kurz dachten wir sogar, es existiert gar nicht. Bei den Straßenbahnstationen war ebenfalls vom Weiten nicht ersichtlich um welche es sich handelte.

Bratislava – Eine Stadt mit ganz besonderem Flair

Zu Bratislava kann ich vor allem eines sagen: Es ist eine tolle Partystadt. 😉 Wir übernachteten im Botel Gracia, ein Schiff, das nicht weit von der Innenstadt aufzufinden ist. Es ist zwar schon etwas in die Jahre gekommen und dementsprechend hatte unser Zimmer den ein oder anderen Schönheitsfehler, doch die Lage und die Tatsache, dass es sich dabei um ein Schiff handelt, macht das Ganze irgendwie wieder wett. Das Frühstück kann ich leider nicht bewerten, Stichwort „Partystadt“. 😉 Aber es sah ebenso recht passabel aus.

Öffentliche Verkehrsmittel in Bratislava

Man kommt vom Bahnhof entweder mit dem Bus oder mit der Straßenbahn sehr leicht in die Innenstadt. Wenn man sich ein wenig mit den Verbindungen beschäftigt, dann ist das System recht übersichtlich – haben wir nicht gemacht – weshalb wir etwas ziellos herumirrten, bis wir die richtige Straßenbahn fanden. Im Nachhinein stellten wir fest, dass der Bus eine bessere Wahl für uns gewesen wäre, da sich eine Station direkt vor dem Botel befindet. Naja, nachher ist man immer gescheiter….

Die Anreise mit dem Twincityliner über die Donau gefällt mir persönlich aber besser, da man hier direkt im Zentrum ankommt und es sich wie ein kleiner Luxustrip anfühlt. Und mit einer Gehbehinderung deshalb auf jeden Fall zu empfehlen, da man sich den Weg von Bahnhof in die Innenstadt erspart und es sehr komfortabel ist. Ist natürlich auch doppelt so teuer als mit der Bahn. Als ich das letzte Mal in Bratislava war, machten wir eine Tour mit dem dem Sightseeing-Bus, der auch bis hinauf zur Burg fährt und dort eine Weile anhält, damit man etwas herumspazieren kann.

Durch das sehr unebene Pflaster im Kern der Stadt ist es hier nicht wirklich barrierefrei. Auch wenn man nicht im Rollstuhl unterwegs ist, tut man sich schwer.

Mein Resümee: Paris, Amsterdam oder Bratislava?

Von den drei Städten Paris, Amsterdam und Bratislava, hat jede etwas ganz besonderes und alle haben sehr positive Gefühle hinterlassen. Mein klarer Favorit ist jedoch Amsterdam. Wenn ich mir eine Stadt zum Leben aussuchen müsste, wäre es diese. Einerseits da die Mentalität der Menschen mir hier sehr zusagte und man sich ein bisschen wie in einem Harry-Potter Film fühlt. 🙂

Meinen Beitrag „Handicap-Check Paris“ findest du hier.

0 Kommentare zu “Handicap-Check Amsterdam und Bratislava

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