Stroke stuff

Die Idee „Mrs. Stroke“

Eigentlich auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe, die das wirklich versteht, was ich dauernd so daher jammere, kam mir eine Idee. Warum nicht selbst eine werden? Natürlich kann es durchaus sein, dass das hier niemanden interessiert. Ganz klar.

Jedoch bin ich schon länger auf der Suche nach einer Plattform oder dergleichen, in jener man sich, speziell mit jungen Leuten, über seine Erfahrungen austauschen kann. Die ebenso seit einem Schlaganfall oder Sonstigem an einer halbseitigen Lähmung leiden. Tag für Tag ihr Leben damit meistern und sich mit Gleichgesinnten darüber austauschen möchten, wie die das denn so hinkriegen.

Ich fand Blogs aus Deutschland und der Schweiz, aber nicht aus Österreich. Ich bitte gleich einmal um Entschuldigung, sollte ich jemanden übersehen habe. Dann entdeckte ich Miss Finnland, eine österreichische Bloggerin aus dem Burgenland, die von ihrem Schlaganfall mit 25 Jahren berichtete. Ihre Geschichte brachte mich auf die Idee „Blog“ und motivierte mich noch mehr dazu, mein Vorhaben durchzuziehen.

Selbsthilfegruppen gibt es natürlich, aber nicht in der Altersgruppe die ich suchte. Als junger Schlaganfall-Patient sieht man die Welt vermutlich ganz anders. Natürlich ist es auch nochmal ein wesentlicher Unterschied, ob man seinen Schlaganfall als Kind erleidet, so wie ich mit nicht einmal 11 Jahren oder mit 20 Jahren. Dennoch, hat man vermutlich ähnliche Ängste und Fragen.   

Studium, Berufseinstieg und Führerschein

 Über Themen wie die Bewältigung eines Studiums, der Berufseinstieg oder auch den Erwerb eines Führerscheines, mit dieser körperlichen Einschränkung, hätte ich mich oft nur zu gerne mit jemanden ausgetauscht, der in einer ähnlichen Situation ist. Wie sieht bei anderen der Freundeskreis aus und wie wird die Freizeit verbracht? Wie wird die Einschränkung wahrgenommen? Wenig oder doch stark?

Da jede Art von Behinderung seine eigenen Probleme und Fragestellungen mit sich bringt, ist es mir ein großes Anliegen, meine eigenen Gedanken und Erfahrungen mitzuteilen. Manche Beiträge aus anderen Blogs berührten mich so sehr, dass ich beim Lesen Tränen in den Augen hatte. Ich hatte das Gefühl, mir spricht jemand aus der Seele. Könnte ich das etwa auch bei anderen Betroffenen schaffen? Und wenn es nur zehn Personen wären.

Von meinen Neurologen weiß ich, dass pro Jahr nur ein paar einzelne Fälle von Schlaganfällen im Kindesalter im deutschsprachigen Raum auftreten. Meiner ist nun fast 20 Jahre her, also wären das vielleicht bereits 100 Personen. Ich würde mich wirklich wahnsinnig freuen, von denjenigen zu hören. 

Über mrsstroke

…eine Frau mit Kurven, ein Bauernkind, ein Familienmensch, eine Naturliebhaberin, eine leidenschaftliche Harley Davidson-Mitfahrerin, eine Träumerin, eine Genießerin, definitiv nicht normal und auch eine Schlaganfallüberlebende.

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